EIN TAG IM LEBEN EINES KOBOLDS.

7.30 bis 8.30 Uhr
Am Bauwagen angekommen spielen wir Waldkobolde miteinander z.B. in der Kinderküche und klettern. z.B. auf Baumwurzeln. Die Erzieherinnen bereiten den Bollerwagen vor, der mit dem nötigsten befüllt wird. Erste-Hilfe-Tasche, Wasserkanister u. Seife, Bestimmungsbücher, Schnitzhandschuhe und -messer, Wechselsachen. Wetterabhängig: Regenplane, Handschuhe. Täglich wird mit den Kindern eine zusätzliche Wahl getroffen, wie z.B. Schaukel, Hängematte, Lupen, Malutensilien, Vorlesebücher oder Musikinstrumente. Bei dem Angebot des Materials berücksichtigen wir immer, dass wir alles ziehen müssen.

Die Waldkobolde können morgens zwischen zwei Waldplätzen entscheiden und ihren Favoriten wählen. Der meist gewählte wird der Waldplatz des Tages.

8.30 bis 8.45 Uhr
Wenn ein musikalisches Zeichen ertönt, wie z.B. die Triangel, Gitarre, Glocke oder Flöte, gehen wir mit unseren Rucksäcken zum Waldtor. Dort sammeln wir uns und warten bis alle da sind. Dann gehen wir los.

8.45 Uhr
Zunächst treffen wir uns an unserem ersten Haltepunkt zum Morgenkreis. Dort begrüßen wir uns, spüren und und der Natur nach, werten Meinungen aus, verteilen Aufgaben z.B. welche Kinder dürfen die Anwesenden zählen, den Frühstücksspruch aussuchen, den Handwaschdienst übernehmen und die Danksagung vornehmen.

Dann wird der Waldplatz des Tages preisgegeben. Es gibt viele tolle Plätze zur Auswahl, etwa die Dinogrube, die Apfelwiese oder die Lehmhöhle.

9.00/9.15 Uhr
Mit unserem Rucksack bepackt machen wir uns auf den Weg. Auf dem Weg zu unserem Platz müssen wir immer daran denken, an unseren Haltepunkten (s. auch Waldregeln) zu warten, um gemeinsam weiterziehen zu können. Jeder in seinem Tempo. Die Schnellsten können z.B. den nächsten Haltepunkt erforschen, die Langsamsten haben Zeit zum Beobachten. Der Weg ist das Ziel!

Auf dem Weg zum ausgewählten Platz kommen wir an vielen bekannten Stellen vorbei: z. B. Benutzen wir einen Baumstamm als Wippe, ein anderer ist eine Rakete oder wir üben auf einem langen Baumstamm das Balancieren. Andere sammeln Stöcke, die wir als Zauberstab, Schwert oder Angel benutzen. Wir achten darauf auf den Wegen zu bleiben, um niemanden im Wachstum zu stören und Lebensräume zu zertreten. Wir erschrecken keine anderen Lebewesen durch lautes Gebrüll o.ä.. Es könnte Brut-, Erholungs-, Schafzeit sein. Allen gehört der Wald.

9.30/9.45 Uhr
Am Ziel angekommen, erkunden wir den Waldplatz. Wie sieht er aus? Was hat sich verändert? Gibt es Spuren zu entdecken? Dann spielen wir ein wenig bis es Frühstückszeit ist. Zwei Kinder machen den Seifendienst. Wir waschen unsere Hände mit dem mitgebrachten Wasser aus dem Kanister und der Sprühseife und legen mit Sitzmatten einen Frühstückskreis aus. Nach einem gemeinsamen Tischspruch essen wir alle unser selbstmitgebrachtes, gesundes und zuckerfreies Frühstück.

11.00 Uhr
Nachdem das Frühstück beendet ist, ist ganz viel Zeit zum Spielen, Entdecken, Forschen, Ausprobieren, Beobachten, Kreativ sein, Lachen, Fröhlich sein, Spüren, Erleben, Vertiefen, Eindrücke sammeln, Gemeinsamen tun, Grenzen testen und erkennen, Kraft einsetzen, Vorsichtig sein, Rücksicht nehmen, Begleiten, Helfen, Verwandeln (in Rollen schlüpfen). Beim Bau von Wikingerschiffen und Waldhäuschen wird uns nicht langweilig. Weiche Erde verwandelt sich zu Suppe oder wird mit Wasser zu „Frikadellen“ verarbeitet. Andere von uns schauen ein Bilderbuch, lauschen den vorgelesenen Geschichten, musizieren oder malen. Häufig bauen die Erzieher auch eine Schaukel oder einen tollen Kletterparcour auf!

Oft gibt es auch tolle Angebote, die sich die Erzieher haben einfallen lassen im Hinblick auf Entdecker- und Forscherdrang, Wissensdurst, Herausforderungen und die Entwicklungsförderung. Da werkeln wir für ein Kunstprojekt, basteln Weihnachtsgeschenke für unsere Eltern, feiern Erntedank und vieles mehr. Eben je nach dem, welches Thema wir gerade besprechen.

12.00 Uhr
Es ertönt ein musikalisches Signal, wie z.B. die Glocke oder ein Lied. Die Erzieherinnen „kontrollieren“ den Platz, um sicher zu gehen, dass nichts vergessen wurde und machen die Kinder auf ihr Eigentum aufmerksam. Dann wandern wir wieder zum Bauwagen zurück.

12.45 Uhr
Am letzten bzw. ersten Haltepunkt führen wir unseren Mittagskreis durch, der ähnlich wie am Morgen abläuft. Meist jedoch verkürzt aufgrund der Aufnahmefähigkeit der Kinder. Mit dem Abschlussspruch „Eins, zwei, drei, der Mittagskreis ist vorbei“ wird der Tag im Wald beendet.

Zwischen 12.45 Uhr und 13.00 Uhr werden die ersten Kobolde abgeholt. Um die Mittagskinder ungestört essen zu lassen und nicht abzulenken, gehen die Kinder, die abgeholt werden, mit einer Erzieherin auf die Waldbank. Häufig fragen sie erwartungsvoll danach, schnappen sich ihren Rucksack und widmen sich den neuen Möglichkeiten vor der Waldbank.

13.00 Uhr
Es ist Mittagszeit. Wir waschen unsere Hände und decken den Mittagstisch ein. Nach einem gemeinsamen Tischspruch essen wir alle unser selbstmitgebrachtes Mittagessen.

14.00 bis 14.30 Uhr
Satt, schmutzig und umso fröhlicher werden wir abgeholt.

Donnerstags ist Bauwagentag und Kochtag, d.h. wir verbringen den ganzen Tag am Bauwagen und kochen gemeinsam mit den Erzieherinnen das Mittagessen.